Freitag, 28 April 2017 00:00

Weitere Bundeswehrsoldaten beantragten Asyl Empfehlung

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119 Soldaten erhielten politisches Asyl 119 Soldaten erhielten politisches Asyl Foto: Waldecker Tagblatt

WALDECK-FRANKENBERG. (wat) Die Nachricht von dem Bundeswehrsoldaten ohne Migrationshintergrund, der einen Anschlag vorbereitet und politisches Asyl erhalten hatte, lässt die Deutschen in ihren Grundfesten erschüttern. Der Soldat wurde gestern in Hammelburg festgenommen.

Das Prekäre: Der hellhäutige Soldat ist Offizier und spricht fließend deutsch aber kein Wort arabisch. Da stellt sich doch die Frage, wie ein deutscher Oberleutnant Asyl erhalten konnte. Das Waldecker Tagblatt hat sich in der Burgwaldkaserne umgehört und musste feststellen, dass deutsche Landsleute eher Asyl in Germany erhalten als Menschen aus anderen Ländern der Erde. 

Exakt 120 Bundeswehrsoldaten aus der Frankenberger Burgwaldkaserne haben als Syrer getarnt politisches Asyl beantragt.  119 Asylanträge wurden positiv beschieden, einer wurde abgelehnt. Das geht aus einer Anfrage vom gestrigen Tag in den Kompanieblocks der Burgwaldkaserne hervor. Das Team vom Waldecker Tagblatt benötigte keine Besucherausweise, wir hatten uns als Mitarbeiter des MAD bei der Wache vorgestellt und erhielten dankenswerter Weise  einen Lageplan von der Kaserne. 

Der Obergefreite Richard Wünschel hatte bereits im Januar 2015 unter dem Namen Achmad El Higshulet bei der Polizeibehörde in Frankenberg um politisches Asyl gebeten. Als Grund gab der Waffenkammerwart an, ständig von Gewehren, Pistolen Handgranaten und Munition umgeben gewesen zu sein. Bei der 18-jährigen Annette Karl, die sich Eische Nimmesat nennt, kamen gleich mehrere Gründe zusammen. Die Abiturientin, die sich als Berufssoldatin beworben hatte, kann kein Blut sehen und lehnt aus humanitären Gründen Auslandseinsätze grundsätzlich ab - den Dienst an der Waffe verweigert die Pazifistin, seitdem sie in die Bundeswehr eingetreten war. Da das Geld nicht reichte und Klamotten, Schminke und Parfum Mangelware bei der blonden Schönheit waren, entschied sich die 18 Jährige, diesen kleinen Nebenverdienst mitzunehmen.

Anfänglich waren die Asyl-Soldaten in der Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) in Korbach gemeldet, später in Mengeringhausen auf dem Hagen. Bei der Beurteilung der Asylanträge wird laut Bundesamt für Migration (BamF) nicht auf das Äußere geachtet, sondern das Schicksal der armen Kreaturen spielt eine wesentliche Rolle bei den Entscheidern. So lässt sich auch leicht erklären, wieso den BamF -Mitarbeitern, also den Entscheidern die helle Hautfarbe der 119 Soldaten nicht aufgefallen war. Positiv bewertet wurden auch die klare Aussprache, sowie gute Deutschkenntnisse in Schriftform. Pässe vorweisen konnten die Asylsuchenden nicht, ihnen wurde im Rahmen der Sorgfaltsspflicht syrische Ersatzpapiere ausgestellt, mit denen sie Geld beim Kreisamt abholen konnten. Dazu kamen freie Fahrten mit dem NVV  und kostenlose Besuche in einer Bad Wildunger Zahnimplantologie und jede Menge Mehrwegkondome.  Richard Wünschel: "Wir haben uns richtig wohl gefühlt" so der Waffenkammerwart.

Von den Einnahmen wurden rauschende Feste in der Burgwaldkaserne gefeiert. Das die Sache nun aufgelogen ist, finden die 119 Bundeswehrsoldaten blöd. Einzig und allein der abgelehnte Asyl-Antrag von Murat Hanougulu, ein Deutscher mit Migrationshintergrund, der seit 22 Monaten Dienst in der Burgwaldkaserne schiebt fühlt sich falsch verstanden. "Ich kann mich genauso wie meine Kameraden ordentlich artikulieren, habe nur einen braunen Teint, das reichte scheinbar aus um mich als Menschen zweiter Klasse zu behandeln". Als Asylgrund gab der 25-Jährige an, von seinen Kameraden ständig ignoriert worden zu sein. Der Beamte habe daraufhin geantwortet "Der Nächste bitte" und so sei Murat Hanougulu enttäuscht nach Frankenberg zurückgekehrt.

Muss nun die Geschichte vom Massenandrang der Asylanten auf Deutschland neu geschrieben werden? Haben eventuell mehr Deutsche als Ausländer Asyl im eigenen Land beantragt? Sind die Außengrenzen garnicht geschlossen worden? Ist Angela Merkel gar nicht so lieb wie sie vorgibt und was wird nun aus Murat Hanougulu? Diese Fragen dürfen gestellt werden.

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Letzte Änderung am Samstag, 29 April 2017 06:55

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