Sonntag, 21 August 2016 00:00

Neue Masche: Polizei blitzt aus Suzuki mit 112-Logo Empfehlung

geschrieben von  Waldecker Tagblatt
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Folgen Sie nicht diesem Wagen Folgen Sie nicht diesem Wagen Foto: Waldecker Tagblatt

KORBACH. (wat) Polizei und Ordnungsbehörden bedienen sich immer neuer Methoden um an das Geld der armen Autofahrer zu kommen.

Wer einen weißen Suzuki-Swift im Landkreis Waldeck-Frankenberg sieht, sollte tunlichst auf die Bremse treten um nicht ordentlich geschröpft zu werden. So erging es nämlich dem 18-jährigen Führerscheinneuling Raimund Raser, der mit einem Schlag 11 Punkte in Flensburg bekam, weil er  der Aufforderung in der Heckscheibe des weißen Swift folgte und mit überhöhter Geschwindigkeit durch Korbach, Berndorf und Twiste bis nach Mengeringhausen brauste - immer im Windschatten des Swift mit dem Flammenlogo des 112-magazins - immer zu schnell, bis direkt vor die Polizeidirektion in Mengeringhausen. "Hier haben mir die Beamten mit einem Bürolocher die Karte entwertet und in den Mülleimer geschmissen", erinnert sich der 18-jährige Manta-Fahrer an die schlimmste Situation in seinem Leben. Und das alles nur, weil Raimund Raser dem Wagen mit dem Flammenlogo gefolgt war.

Angeblich soll in der Heckschscheibe des weißen Wagens eine digitale Anzeige aufleuchten, die den Hintermann zum folgen animiert. So erging es auch der 87-jährigen Marie-Luise Meineid, die auf der B 253 von Korbach in Richtung Frankenberg fuhr."Ich bin schön mit 100 Klamotten über die Bundesstraße gebrettert, als sich der weiße Swift mit Flammenlogo vor mich setzte. In der Heckscheibe leuchtete die Anzeige - Unfall bitte folgen - auf.  Ich habe dem Folge geleistet und bin mit 117 km/h in Dorfitter geblitzt worden, in Herzhausen hatte ich bereits 120 drauf und in Kirchlotheim satte 183 Kilometer pro Stunde", so die Volkswagenfahrerin, die bei der nächsten Haltebucht bei Ederbringhausen rechts auf dem Parkplatz von der Polizei im Empfang genommen wurde. Auch hier musste der Führerschein gelocht werden, die Strafe von knapp 1600 Euro wurde gleich in bar kassiert. 

Die Polizei hingegen sieht in der Maßnahme, ihre Autos mit einem 112-Logo zu plakatieren ein probates Mittel sich an dem 112-magazin zu rächen, da dieses jeden Tag die Blitzerwarnungen herausgibt und damit dem Staatssäckel ordentlich Schaden zufügt. Ein Polizeibeamter sagte dazu: "Wir beobachten seit Jahren, wie dieses Magazin unsere Arbeit boykottiert, kaum haben wir den Blitzer aufgebaut, schon steht er online", so der erboste Polizist gegenüber dem Waldecker Tagblatt. Auch die Stadt Korbach sieht das ähnlich: "Bei uns ist es noch schlimmer, hier wird schon der Blitzer gemeldet, da haben unsere Ordnungskräfte nicht mal das Gerät aufgebaut", so ein Stadtkämmerer, der selbst schon ein Opfer des weißen Swift mit dem 112-Logo geworden ist: "Vor einer Woche überholte mich der Suzuki, in der Heckscheibe war zu lesen, dass sie Geschwindigkeitsbegrenzung aufgehoben wurde und ich ordentlich Gas geben sollte, weil es bei mir Zuhause brennt", bestätigte der 42-jährige Familienvater unserer Redaktion seine Irrfahrt nach Rhena. "Ich bin direkt hinterher und dann mit 93 km/h in Rhena geblitzt worden" gab der Stadtbedienstete auf Nachfrage zu. Allerdings musste der Kämmerer nicht sofort bezahlen, das Bußgeld wird ihm nach Auskunft des Bürgermeisters mit der nächsten Abrechnung vom Gehalt abgezogen. 

Die Polizeiinspektionen wollen nun aufrüsten und haben für die vier Polizeistationen im Landkreis insgesamt 12 neue Swift bestellt. Die Firma Reila-Werbung wird die Fahrzeuge mit dem 112-Logo bekleben. Ein Aktivist aus Elleringhausen rät den Autofahrern Vorsicht walten zu lassen: "Nicht überall wo 112-magazin.de draufsteht ist auch 112-magazin.de drin - Folgen Sie diesem Wagen nicht", so der Twistetaler.

Anzeige:

Letzte Änderung am Montag, 22 August 2016 11:22

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