Dienstag, 26 Juli 2016 00:00

Bad Arolsen: Viehmarkt wird eingezäunt - Terror keine Chance lassen Empfehlung

geschrieben von  Seudo Nühm
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Auf dem Viehmarkt in Bad Arolsen wird mit einer Bombenstimmung gerechnet Auf dem Viehmarkt in Bad Arolsen wird mit einer Bombenstimmung gerechnet Foto: Waldecker Tagblatt

BAD AROLSEN. (wat) Das größte Volksfest Nordhessens wird stattfinden - allerdings unter strengen Sicherheitsvorkehrungen.

Zum 285. Mal findet in der Zeit vom 4. bis 7. August 2016 der traditionelle Arolser Kram- und Viehmarkt auf dem Königsberg in Bad Arolsen statt. Die Veranstalter des Volksfestes haben sich mit der Polizei auf ein Sicherheitskonzept geeinigt. Der Grund: Nach den Anschlägen von Würzburg, Ansbach und München fürchten die Sicherheitskräfte um das Leben der Viehmarktbesucher. Gegenmaßnahmen wurden bereits eingeleitet. Zum einen sollen keine Schießbuden in der Zeit des Marktgeschehens öffnen dürfen, zum Anderen  soll ein sechs  Kilometer langer Zaun das Gelände rund um das Festgelände komplett absperren.

Der Einsatzleiter der eigens für den Viehmarkt aufgestellten Sicherungsgruppe, Polizeirat (PR) Heinfried Sachse gibt bereits im Vorfeld Entwarnung: "In das Gelände kommt vom 4. bis 7. August kein Deutscher rein". Polizeirat Sachse, der seine Garde angewiesen hat auch Schlagstöcke und Tränengas einzusetzen, um das renitente Volk vom Sturm auf das Volksfest abzuhalten, sieht sich gewappnet. Für Täter, die sich vor einem Anschlag selbständig bei der Polizei melden ist ein trassierter Platz im Festzelt ausgewiesen worden, wo sich Selbstmordattentäter selbst in die Luft sprengen oder die Magazine ihrer Kalaschnikows im Dauerfeuer entleeren können. "Der Weg dahin wird auch in arabischer Schrift durch Schilder begleitet.

Rund 400 Einsatzkräfte der Polizei werden Terroranschläge von IS-Angehörigen zu verhindern suchen. Zwei Hubschrauber der Bundespolizei werden permanent im Wechsel über dem Viehmarkt kreisen. Das bedeutet für die Betreiber der Fahrgeschäfte, dass der Betrieb in dieser Zeit eingestellt werden muss, da die Ortungsgeräte in den Helikoptern sonst gestört werden könnten. Bestimmte Fahrgeschäfte dürfen aufgrund ihrer Namensgebung ohnehin nicht auf den Königsberg. So sind die "Piratenrutsche", "Kick Down", die "Geisterbahn", "Tanz der Vampire" oder die "Big Spin" als unerwünschte Fahrgeschäfte deklariert worden.

Etwas abgespeckt wird auch beim Festzug: "Hier werden keine bunt geschmückten Wagen geduldet, keine Motivwagen und die Spielmannszüge dürfen ihre Musikinstrumente nicht benutzen", bestätigt PR Sachse sein geniales Konzept zur Sicherungsverwahrung auf Zeit. Anders als in den vergangenen 284 Jahren wird der Festzug nicht durch Bad  Arolsen zum Königsplatz ziehen, sondern vom Ortsrand von Bad Arolsen weit weg durch die Feldgemarkung bis nach Korbach und zurück", so der Polizeirat. Das Platzkonzert des Musikvereins Mengeringhausen wird an einem geheimen Ort stattfinden, obwohl offiziell der Donnerstag um 15.30 Uhr auf dem Kirchplatz angegeben wurde. Der Bürgermeister  verriet dem Waldecker Tagblatt, dass das Platzkonzert in der alten Kaserne von Mengeringhausen einige Melodien zum Besten geben werden.

Zum Thema "Alkohol und dessen Folgen" hat die Polizei eine Präventivaktion gestartet und sowohl Spirituosen als auch den im Waldecker Land so heiligen Gerstensaft vom 4. bis 7. August verboten. Für die Freibiergesichter, die schon jetzt mit den Hufen scharren bedeutet dies sicher eine Tragödie.

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Letzte Änderung am Freitag, 29 Juli 2016 14:02

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