Mittwoch, 29 Juni 2016 00:00

Waldecker CDU zeigt schreckliches Foto um Glyphosatgegner zu demütigen Empfehlung

geschrieben von  Waldecker Tagblatt
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Schreckliche Farbe - Schreckliches Bild Schreckliche Farbe - Schreckliches Bild Foto: Waldecker Tagblatt

DIEMELSEE. (wat) Ein Foto mit Klatschmohn ging um die Welt und erreichte gerade noch rechtzeitig die Kommission der Europäischen Gemeinschaft.

Heute wurde die Zulassung für das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat für weitere 18 Monate beschlossen. Der Grund: Angeblich soll ein renitenter Landwirt aus Rhenegge vergessen haben, im Frühjahr das beliebte Pflanzenschutzmittel Glyphosat auf ein ca. zwei Hektar großes Gerste-Feld  zu spritzen. Was dabei herauskam war vor allem für die CDU ein Schlag ins Gesicht: "Ein Riesenfeld von roten Blumen, das geht gar nicht" soll sich ein CDU-Mann aus dem Kreisparlament negativ geäußert haben. Das Foto wurde per Eilmeldung an Frau Merkel gemailt, die daraufhin den Daumen für Glyphosat nach oben streckte und die Zahl 18 ausgab. Ganz diplomatisch natürlich.

Mit anderen Worten: In Zukunft wird weiterhin Glyphosat auf Felder und Wiesen ausgebracht, auf unseren Weizen, den Hafer, den Raps und natürlich auf unsere geliebte Gerste, damit nicht Hopfen und Malz verloren ist.  Allerdings nur für voraussichtlich 18 Monate.  Während dieser Zeit soll die europäische Chemikalienagentur Echa ein neues Gutachten zu Glyphosat vorlegen. Der Unkrautvernichter steht im Verdacht Krebs auszulösen. Verschiedene wissenschaftliche Studien sind allerdings zu unterschiedlichen Ergebnissen gekommen.

Nun bleibt zu hoffen, dass sich das  Lager der Glyphosatanhänger durchsetzt, damit die Bevölkerung im nächsten Jahr bei der Bundestagswahl nicht auch noch rot sieht.

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Letzte Änderung am Mittwoch, 29 Juni 2016 15:58

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