Freitag, 27 Mai 2016 00:00

SPD: Keine alten Hüte, dafür aber Wahlschlappen Empfehlung

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Die SPD geht neue Wege Die SPD geht neue Wege Foto. 123rf/ 11013984/Christi180884

WALDECK. Die Bundestagswahl im kommenden Jahr wirft ihre Schatten voraus. SPD sieht sich ganz vorne.

Die SPD trifft  mit einer neuen Werbemasche den Nerv der Wähler. Die Rede ist von roten Wahlschlappen, die von der Kreis-SPD zur Wahlkampffinanzierung der Bundestagswahl 2017 angeboten werden. Rund 8,50 Euro kostet ein paar Schlappen, soviel wie der Mindestlohn, "die Farben sind rot, grün, schwarz oder gelb, blau ist im Angebot nicht vorgesehen", so ein Genosse aus der Parteizentrale. Nach Angaben von Dr. Weltecke möchte man auf lange Sicht die "Rote Socke" Mentalität loswerden aber dennoch mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben. Die Volkspartei der Arbeiterklasse richtet sich wieder auf und wirft die alten Hüte in die Tonne.

Die von der Bundes-SPD ausgegebene 30 % + x Version könnte mit dieser Werbestrategie also aufgehen. Anders sieht es die CDU: "Wir halten von Wahlschlappen gar nichts", bestätigte ein Herr Schwarz aus Korbach und fügte hinzu: "Uns sind die Argumente ausgegangen, wir haben uns Rat aus Österreich geholt, dort weiß man noch Wahlen zu gewinnen", so der Christdemokrat, der hoffnungsvoll auf die Bundestagswahl schaut und die Briefwähler im Visier hat.

Doch wie würden die Bürger im Landkreis Waldeck-Frankenberg bei der nächsten Bundestagswahl abstimmen, sollte morgen Wahltag sein? In einer repräsentativen Umfrage haben wir 100 Personen in der Korbacher Fußgängerzone befragt und an die befragten Personen je ein Paar SPD-Wahlschlappen verschenkt. Das Ergebnis war eindeutig: So kommt die CDU auf 4 %, die Grünen ebenfalls auf 4 % und die SPD mit ihren Wahlschlappen auf satte 88 %. Die Linken auf 3 %. Die AfD spielte bei der Befragung keine Rolle mehr. Allerdings sind diese Werte nach deutschem Recht ausgewertet, nach österreichischem Wahlrecht käme die CDU auf 51 %, die SPD auf 49 % und alle anderen Parteien würden die 5 % Hürde leider nicht mehr schaffen und spielen somit keine Rolle mehr.

Was die FDP wieder ausheckt, darüber wurde im Wahlkampfgremium der Freien Demokraten stillschweigen vereinbart. Aber vielleicht ist Schweigen ja auch eine Art von Wahlkampf und der Wähler honoriert das mit einem fetten Kreuz auf dem Wahlzettel.

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Letzte Änderung am Freitag, 27 Mai 2016 11:47

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